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Es ist aber die große Frage, was dem Verein wirklich "Nutzen bringt." Die Leute, die "preiswert spielen wollen" sind doch unsere Zielgruppe, sind auf der Anlage - die sollte ich doch zunächst einmal mit einem attraktiven Freizeitangebot - z.B. variantenreiche Spielformen an einem festen Spielabend auf der Anlage, Sportabzeichen, Turniere wie "Wer wird Minigolfer des Jahres" usw. - an den Verein binden. Einen Teil dieser Leute dadurch in den Wettkampfsport zu bringen, das muss das Ziel sein. Nach dem Motto zu verfahren: "Nur wer sofort unseren Wettkampfmodus mitspielt, nützt dem Verein, die anderen bringen uns nichts", führt unausweichlich zum Ende des Vereins, früher oder später. Die Zeiten haben sich heftig geändert. Wie gesagt, ich hoffe auf den sich abzeichnenden Generationswechsel. Noch ein Wort zu dem von dir skizzierten Platzbetreiber: Gott sei Dank sind da nicht alle so borniert kurzsichtig sondern wissen, was sie an der festen "Kundschaft" eines Vereins haben. |
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Was glaubst Du also was er macht, wenn ihm die Haupteinnahme wegbricht? Aus persönlichen Gesprächen mit dem Pächter einer benachbarten Anlage weiß ich, dass er ähnlich denkt. Auch da steht die Frage der Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Hinzu kommt die jahrelange negative Erfahrung mit Hobbyspielern. Es gibt in der Nachbarschaft Hobbygruppen auf vereinslosen Anlagen. Diese treten seit Jahren immer mal bei Welcome-Turnieren in Erscheinung, einige Jahr für Jahr immer wieder. Das sind dann ein, maximal zwei Veranstaltungen im Jahr. Ein weiteres Interesse ist aber nicht zu erkennen. Im Gegenteil diese lassen sich gerne umwerben, sind aber nicht bereit sich in irgendeiner Weise zu engagieren. |
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das sehe ich etwas anders, wobei man sicherlich sagen muss, dass alles sehr auch vom Umfeld abhängt. Eine Freizeitgruppe muss natürlich auch beschäftigt werden, damit sie oft auf der Anlage sind. Die Freizeitspieler müssen in den Verein eingebunden werden (wenn möglich) damit sie auch an vereinsinternen Manßnahmen teilnehmen können. Ich kann mal sagen wie sich das bei uns mit den Preisen regelt: Saisonkarte ohne Vereinszugehörigkeit 75,00€ Saisonkarte mit Vereinszugehörigkeit 50,00€ zuzüglich 42,00€ Vereinsbeitrag (Fördermitglieder) Tageskarte 3,50€ (Spieler mit eigenem Ballmaterial) Für die Vereinsmitglieder gibt es Ermäßigungen im Imbissbereich (insb. Kaffee), damit rechnen sich 17,00€ Mehrbelastung schnell, sodass der größte Teil dieser Freizeitgruppe als Fördermitglieder geführt werden und auch an den vereinsinternen Veranstaltungen teilnehmen. Zusätzlich bieten wir ca. 10 Welcome-termine im Jahr an, wo alle inkl. der aktiven Vereinsspieler teilnehmen. siehe: http://www.reinickendorfermgc.de/Freizeit.html An beiden Welcomeserien haben je Serie jeweils ca. 40 Personen (Aktiv/Freizeit) teilgenommen. An diesen Tagen freue ich mich als Kassierer über die Einnahmen unserer Anlage (vereinseigen) Somit hilft diese Gruppe Personen anzusprechen um neue Vereinsmitglieder zu werben, und zusätzlich sind diese Spieler auch häufig auf der Anlage. Da jedoch weder der DMV noch der BVBB für Vereinsspieler ohne Spielerpass Angebote unterbreitet, die die entsprechenden Personen nicht auch als Privatpersonen nutzen können, werden Fördermitglieder nicht dem Verband gemeldet sondern als zusätzliche Freizeitgruppe geführt. |
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Nur so als Hinweis, wer sich nicht die Mühe gemacht hat sich die Termine der Welcomeserien anzusehen:
Sommercup: i.d.R. Freitags 18.00 Uhr Trio-Team-Liga: Mittwochs 18.30 Uhr Das geht auch nur in Ballungsgebieten, aber wie ich hier schon immer die Meinung vertreten hab, jeder muss das tun, was in seinem Mikrokosmos möglich und umsetzbar ist. Wer keine vereinseigene Anlage hat, ist leider immer auf das Wohlwollen des Betreibers angewiesen. Daher glaube ich auch, dass irgendwann nur noch die Vereine mit eigener Anlage überleben (ausser es gibt noch selbst minigolfverrückte Platzbetreiber). Wir haben seinerzeit aus 3 Vereinen einen Verein gemacht und glücklicherweise hatte davon zumindest einer eine eigene Anlage. Aber auch das kostet dafür viel Man-Power, diese zu betreiben. |
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Einen "Minigolf verrückten Platzbetreiber habe ich selbst vor einiger Zeit hautnah miterlebt. Zunächst hat er selbst einen Verein mitbegründet, weil er sich wer weiß was von LV und DMV versprochen hatte. Als von da nichts kam, hat er alles drangesetzt, daß der Verein sich wieder auflöst. Er ist nun scheinbar glücklich mit einer ca. 15 Kopf starken Hobbygruppe. Vor allem deshalb, weil die Leute ihn bei der Platzarbeit unterstützen. Nach 3 Jahren Abstand kann ich dieses Vorgehen sogar teilweise verstehen. Euch Berliner kann man nur für eure "paradisischen" Verhältnisse beglückwünschen. |
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Aber es gäbe noch einige interessante Fragestellungen mehr: Wie entwickeln sich neben dem Mitgliedersaldo eigentlich Zugänge und Abgänge getrennt; liegt unser Problem eher darin neue Mitglieder zu bekommen oder haben wir zunehmend mehr verloren? Wie lange dauern Mitgliedschaften, hat sich das mit der Zeit verändert? Wie ist die zeitliche Entwicklung bei der Zahl Vereinswechsel verlaufen? Haben die Vereine mit Mannschaften in den überregionalen Ligen (Pflicht zu Trainer und Jugendabt.) eine andere (positivere) Mitgliederentwicklung als die übrigen? Wie lange werden MinigolfCards gehalten und wieviele der MinigolfCard-Inhaber werden aktive Spieler? Die Antworten darauf sind nicht nur akademischer Natur, sie helfen auch, Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen. Deswegen verwunderlich, daß sich niemand damit beschäftigt. Übrigens, die ehrenamtlich geleistete Arbeit (nach Zeitaufwand) hat meiner Ansicht nach sogar zugenommen, bedingt durch die vom Verband auferlegten Verpflichtungen. Zitat:
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Man sollte nicht den Fehler machen zu glauben, daß der Zeitaufwand damals höher war -- auf jeden Fall deutlich höher war damals aber der Wert "Runden pro aufgewendeter Zeit", ein wichtiges Maß für die Freude am Spiel. |
Thomas, dein Beitrag erinnert mich stark an eine mündliche Prüfung bei meinem Studienabschluss. Ich habe den nämlichen Professor - Gott sei seiner Seele gnädig - immer noch vor mir, wie er "mehr Genauigkeit" in meinem Vortrag anmahnt.
Selbst wenn ich mir jetzt wirklich den Samstag um die Ohren schlagen würde, um meine alten Notizen und Auswertungen harausholen und auf deine Fragen hin aufarbeiten würde, dann könntest und würdest du immer noch nörgeln, dass ich nicht in jedem Fall die "Region" notiert habe oder nicht die genaue Zahl parat habe, die jetzt so oder so geantwortet haben. Oder nicht aufs Komma genau die Austrittszahlen, natürlich nach Regionen differenziert, pro Jahr nennen kann. Also lass ich es lieber und nehme demütig deine schlechte Zensur entgegen. sp:-) |
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:D :D :D |
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