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"Angst"
Ich möchte da weniger zur Diskussion stellen WIE Angst med. gesehen entsteht - hier "etwas" flapsig erklärt:
"Die seitherige Ansicht dazu, und angeblich gründlichst von allen wissenschaftlichen Disziplinen längst erforscht, ist ja in etwa so, dass wahrscheinlich an irgend einem „Gen-Lokus“ in den Gonaden eine „Expression“ zur Produktion eines „Botenstoffes“ führen würde, der dann seinerseits wahlweise über die linke oder rechte Arschbacke weiter über das Rückenmark in´s Gehirn wandern würde, wo er dann an der Thymus- oder sonstiger „Drüse“ das Staffelholz an ein „Hormon“ weiter reicht, welches dann seinerseits wieder für den einen oder anderen Unfug auf körperlicher Ebene verantwortlich zeichnen würde." kriwetz :rolleyes: sondern: ist Angst ein "Schuldgefühl" aufgrund moralischer Gesetze (ob geschrieben oder ungeschrieben) ? Muss "angustia - die Enge“ immer negativ besetzt werden? Wird Angst anerzogen? Muss man Angst "bekämpfen"? Kann "Angst" künstlich(von uns oder anderen) erzeugt und missbraucht werden? Kann ich vor etwas Angst haben, das ich gar nicht kenne? Kann man Angst umkehren? Fragen über Fragen....... Bei einer 500 Millionen Euro Forschungsforderung an die EU-Politiker von Neurologe Jes Olesen scheint die "Angst" zumindest auf diesem Gebiet sehr "kostbar" zu sein........ |
Zitat:
Wenn man dann noch liest, dass - laut Olesen - 127 Millionen Menschen in der EU an psychischen und psychosomatischen Krankheiten leiden und die jährlichen Kosten dafür bei 386 (Dunkelziffer: 600) Milliarden!! Euro liegen sollen... - dann kommen einen die 500 Millionen ja schon fast wie Peanuts vor...;) Link zum Artikel Zitat:
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Mir fallen beim Thema "Angst" spontan immer als erstes zwei Dinge ein:
1. Die Comic-Gallier, deren einzige Angst ist, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte, und 2.. Der Fassbinder-Film "Angst essen Seele auf" --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Was diesen Dänen anbelangt, so mag der Mann ja eventuell recht haben, allerdings bewegt er sich lediglich auf dem sehr schmalen Grad der selbstgeschaffenen Definition, was "krank" ist. Was ich damit sagen will ist Folgendes: wenn sich "die Wissenschaft" demnäxt drauf einigt, dass eine blaue (braune, grüne, graue) Iris krankhaft ist, weil z.B. Menschen mit deartigen Augenfarben verhältnismäßig oft Fußpilz bekommen haben wir ratzfatz ein neues Krankheitsbild geschaffen an dem viele (Wissenschaftler, Ärzte, Pharmaindustrie, Apparateindustrie) gut verdienen werden. |
Zitat:
Ich ahne ja, dass neben den "ertappten" 127 Millionen auch von den restlichen 323 Millionen EU-Einwohnern ein paar viele Leutz die eine oder andere, nicht gemeldete;) , psychische/psychosomatische Krankheit mit sich herumschleppen werden - von anderen Krankheitsbildern mal ganz zu schweigen... Was sagt uns das? - Wer heutzutage noch gesund ist (oder besser gesagt: sich dafür hält), ist nicht normal - und damit auch schon wieder irgend wie krank... (Nebenbei ist es unsozial...sowas kostet Arbeitsplätze! :D ) |
Zitat:
Es gab vor längerer Zeit mal ne TV-Diskussion über die "Explosion" der Gesundheitskosten. Da war ne Ärztin die behauptete, wenn jemand mittleren Alters der sich völlig gesund fühlt zu ihr käme, könne sie dem so ca. 30 Krankheiten attestieren, nach dem was als "Krankheit" anerkannt ist. Das Ganze, obwohl die Person darunter weder leide, noch nach bisherigem Wissensstand Folgeschäden zu befürchten sein. Das iat doch krank , oder!? Da schaffen sich bestimmte Berufskreise und /oder Interessengruppen per Definition und unter Zuhilfenahme der Politik einfach Ihre eigenen "Kunden". Super. Da kann einem ja Angst und Bange werden; wobei damit grad noch die Kurve zum Thema hergestellt sei. ;) ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Was auch gleich zwei Fragen aufwirft: 1. wem nützt Angst eigentlich ? 2. wo ist die Grenze zwischen "krankhafter" Angst und "gesunder" Vorsicht ? |
...klingt mir alles viel zu "medizinisch"...
Ich würde mich spontan als einen sehr ängstlichen Menschen bezeichnen - weiss aber nicht, ob ich das unbedingt schlecht heissen muss ? Oder will ich mich hier lediglich dafür gar nur vor euch rechtfertigen ?
Ist das Gegenteil von Angst z.B. Mut ? Ist ein ängstlicher Mensch ein Feigling ? Angst ist m.W. zunächst einmal ein Gefühl und zwar ein Gefühl; dass wir Menschen nachweislich mit Tieren teilen ? Dieses Gefühl kann man aber auch ohne die Subvention einer halben Milliarde €uro und zusätzlicher "neuer" Forschungen schon heutzutage wegmachen. Die Pharmaindustrie hat da schon seit Jahrzehnten "wirksame Substanzen" in der Hand. Reden wir von der normalen oder krankhaften Angst - Ayla hat diese Frage offengelassen ? ;) Ich finde es näHmlich ziemlich normal wenn ein Kind z.B. Angst verspürt, wenn es seine Eltern nicht in greifbarer Nähe weiss oder wenn es sich aufgrund von Erfahrungswerten nicht an eine glühende Herdplatte traut ? Wenn ein Soldat bei seinem Einsatz in einem Krisengebiet nicht blindlinks zu einem heroischen Sturmlauf ansetzt ? Oder wenn ein Schwein "durchdreht", wenn es den Geruch vom Schlachthof wahrnimmt. Wenn Vögel in ein aufgeregtes Zirpen verfallen, nur weil eine Katze auftaucht ? Ihr scheint euch m.M. nach zur Zeit ein bisschen zu sehr mit diesem Thema "allgemein" zu beschäftigen ? Wollt ihr z.B. den oben genannten "Ängstlichen" wirklich ihre "Angst" nehmen ? Gut - es wäre zweckdienlich - aber wäre es auch sinnvoll ? |
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In diesem Zusammenhang: Hinweis auf die vergleichenden Studien von Prof. Alexander Weber an der Gesamthochschule Paderborn zum Thema "Laufsport und Angstbewältigung/Stressresistenz" :) Zitat:
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Das Klappt bei Tieren z.B. in der Dressur nur sehr bedingt. Zitat:
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Ich bin mir unsicher, was die Definition "Angst" angeht. :confused:
Mir fallen zu diesem Begriff nur immer wieder Fragen ein. Fragen und nochmal Fragen ! Was ist "Angst" - was ist "Furcht" - was ist "Panik" ? Definiert das jeder für sich alleine ? Wer bestimmt, was als "Angst" zu gelten hat ? Gibt es beim Menschen eine sogenannte "Urangst" ?- so wie es "Urvertrauen" gibt/geben soll? In vielen Lebensanschauungen heisst es, dass man, sobald man das Urvertrauen gefunden hat, keine Angst mehr haben kann/wird. Sobald man die Antwort auf die drei existenziellen Fragen gefunden hat, hat man keine Angst mehr, weil man die Zusammenhänge kennt, verstanden hat und vertraut. (Wo komme ich her ? Wer bin ich? Wo gehe ich hin? ) Die Beantwortung dieser Fragen erscheint mir sehr schwer und beim Nachdenken drehe ich mich oft im Kreise oder bleibe in einer Sackgasse stecken. |
Zitat:
Das ist - zumindest im Allgemeinen - auch nicht das Problem. Wer sich zum Kunden manipulieren lässt, obgleich ihn bestimmte Produkte/Dienstleistungen ohne diese Manipulation am Allerwertesten vorbei gegangen wären, der darf (und wird) sich nicht beschweren. Er bekommt ja letztlich nur das, was er will - gegen seinen Willen würde gar nichts laufen. Da wären wir dann beim auch nicht uninteressanten Thema "Wie funktioniert Macht?" Wer erfolgreich Macht über andere ausüben will, muss diesen anderen die freien Wahlmöglichkeiten dahingehend beschneiden, dass sie aus freien Willen heraus die gewünschten Verhaltensweisen zeigen. Ob Vorzeigedemokratie oder mörderische Diktatur: Gegen den Willen der Beherrschten könnten die Herrscher keine Sekunde lang Herrscher sein. Sie hätten keinerlei Macht über jene, die sie beherrschen wollen. (Extrembeispiel: Selbst wenn sich jemandes Wahlmöglichkeiten auf leben oder sterben reduzieren - wenn er es nicht will, wird er sich auch dann nicht beherrschen lassen...und eher sterben.) Und da hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte ein recht erfolgreiches Verfahren etabliert, welches Ärzteschaft und vor allem Pharmaindustrie auch in einer sogenannten Demokratie sehr effektiv einzusetzen wissen, nämlich: Angst zu erzeugen. Womit wir dann also auch wieder beim Strangthema wären... Zitat:
Darüber hinaus ist Angst natürlich auch eine von der Evolution "eingebaute" Überlebenshilfe für (höherentwickelte) Lebewesen aller Art. Ohne Angst könnten diese Lebewesen keine Gefahren für Leib und Leben erkennen und würden dementsprechend kurzlebig sein - mit einer ganz guten Chance auszusterben... Deine Frage nach der Grenze zwischen "krankhafter" Angst und "gesunder" Vorsicht" lässt sich, denke ich, nicht pauschal (und wahrscheinlich überhaupt nicht) beantworten. Manch risikofreudiger Mensch erreicht ein biblisches Alter, währenddessen ein ängstlicher u.U. trotz aller Vorsicht vorzeitig in´s Gras beißt. Oder aber der Risikofreudige macht zwar einen schnelleren Abgang, hatte aber dafür ein erfüllteres Leben. Oder andersherum...:D Die Schwierigkeit bei solch einer Frage besteht m.E. - neben der Tatsache, dass keine zwei Menschen gleich sind - in der Unmöglichkeit, sicher zu erkennen, welche Ängste natürlich und berechtigt; welche von der Umwelt induziert und dennoch berechtigt; und welche induziert und überhaupt nicht berechtigt sind. Sicher können wir uns wohl nur sein, dass die allermeisten unserer Ängste von außen induziert und nicht berechtigt sind. Allein: Das Wissen darum befreit uns nicht von diesen Ängsten -dazu müsste man erkennen können, was man vielfach einfach nicht erkennen kann. :( Zitat:
Feiner Zug, sowas... :rolleyes: Zitat:
Nicht zuletzt deswegen, weil ich mir noch nicht einmal meine ganz eigenen Ängste nehmen kann... :( Zitat:
Und ich glaube, dass beides seine Grundlage in vorgeburtlichen bzw. Geburts-Erfahrungen hat. Zum einen diese absolute Behaglichkeit des "parasitären" Embryos im Mutterleib, dem es an rein gar nichts fehlt, und zum anderen dieses gewaltsame herausgerissen werden aus dem Paradies; die quälende Erfahrung des "in die Welt geworfen werdens" - mit all den bitteren Konsequenzen... Das ist auch gar nicht so esoterisch, wie es vielleicht klingt: Ein Baby kommt nicht mit "leeren Gehirn" auf die Welt, sondern mit einem voll funktionstüchtigen Sinnesapparat. Und der entsteht nicht etwa erst "ganz plötzlich" nach der Geburt... Zitat:
Und in dem Bereich zwischen diesen beiden Zuständen leben wir unser Leben. Ohne diese Dualität in der Welt wäre ein - zumindest irdisches - Leben auch gar nicht möglich... Zitat:
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...über Schweine und Vögeln...
Zitat:
Ich muss dir allerdings doch wohl nicht noch auch schriftlich darlegen, warum ich verwundert darauf reagiere, dass du lediglich auf den zweiten Teil meiner Frage - dem "Kottlett- & und Brathähnchen Beispiel" - anspringst und die anderen beiden Fragen "höflichst umschiffst" ? Zitat:
VOR einem Marathonlauf kann man den Schwanz einkneifen, weil man Angst vor der Dehydrierung und der eigenen Kondition hat (...“gut“...). Man kann aber auch Angst davor haben, während des Laufes von einem religiös fundamentalistischen Anti-Sportler die Achillissehnen durchtrennt zu bekommen (...“dumm gelaufen“...). ANGST KANN KONSTRUKTIV SEIN – magst du diesen Umstand unterschreiben ? Sich zu „seinen persönlichen Ängsten zu bekennen“ und sie akzeptieren zu lernen bedarf es allerdings eines verdammt guten Fundamentes (gepaart mit Selbstbewusstsein & etwas Glück) – und aweng „Demut“... ;) Zitat:
ANGST ist demnach vielleicht nicht grundsätzlich negativ zu belegen ? Hat dich „ANGST“ schon einmal vor einer vorher nicht deutlich erkennbaren „Pleite“ gerettet ? Alles sprach dafür eine bestimmte Sache „durchzuziehen“, aber deine innere Stimme hat dich vor einer persönlichen Pleite bewahrt ? Mir ist dies schon oft wiederfahren... Zitat:
Aber es gibt Menschen (...hat mir ein Vögelchen gezwitzert...), die mehr Antworten kennen, als eigentlich Fragen gestellt wurden !? Als ein ausgewiesener mathematischer Tiefflieger - der sich mit Statistiken nicht so gut auskennt - würde ich trotzdem gerne "Zweifel" an deren Vorgehensweise äussern ? |
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