Einzelnen Beitrag anzeigen
  #10  
Alt 18.06.2009, 16:45
Benutzerbild von Crunchy Frog
Crunchy Frog Crunchy Frog ist offline
R.I.P.
 
Registriert seit: 10.12.2006
Ort: 1.Etage; rechte Wohnung
Beiträge: 4.843
Standard Moin 1959...

Ich bin einer der wenigen "Nicht-Bahnengolfer" in diesem Forum - ich schreibe dies nur um Irritationen zu vermeiden.
Die Knete ist überall knapp, aber das war sie auch schon vor 20-30 Jahren. Jeder Verein (und vor allen die kleineren Vereine) stehen und fallen mit der ehrenamtlichen Arbeit (fast) unbekannter Unterstützer. Ich komme vom Dorf und dort ist es seit jeher gängige Praxis, dass z.B. im Fußballverein am Wochenende zu den Auswärtsspielen die Muttis und die Väter der Spieler den Transport der Manschaft übernehmen - selbstredend unentgeltlich - obwohl manche Vereine sogar das "Spritgeld" übernehmen würden.

Weiterhin sagt ein ungeschriebenes Gesetz das die Eltern/Verwandten/Gönner für Getränke sorgen; einen "Picknick-Korb" für das leibliche Wohl zur Verfügung stellen; abwechselnd das Waschen & Bügeln der Sportkleidung übernehmen; die "medizinische Versorgung" der Spieler abdecken (Hand auflegen; Pusten; Kopf tätscheln; Pflaster kleben) und anschliessend die Kids auch wieder wohl und munter bei ihren Eltern abliefern.

Diese (ich nenne sie mal) Versorgungsmanschaft muss noch nicht einmal direkt etwas mit dem Verein zu tun haben !? Gerade die Muttis sind oftmals "passive, nicht zahlende Mitglieder". Weiss der Geier wie sie das schaffen, aber sie haben die logistischen Aufgaben ziemlich im Griff.
Aber vielleicht irre ich mich ja auch und habe in den letzten Jahren etwas verpasst ?

Um an "Knete" zu kommen wurden die Kids (und auch ich) allerdings AKTIV (!) in die Vereinsarbeit eingebunden. Das sah so aus: wir spielten am Samstag, die Senioren spielten am Sonntag. Sonntagmittag (...nach dem Kirchgang....) traf sich die komplette "B-" und "C-Jugendmanschaft" am Sportplatz. Der Platz musste abgekreidet werden; die Tornetze wurden eingehangen und die Eckfahnen wurden aufgestellt. Der Tisch mit der Eintrittskasse musste vorbereitet werden. Der "Bierstand" musste errichtet und der Holzkohlegrill angeworfen werden. Das war UNSER JOB - unsere AUFGABE für den Verein !
Und die Erwachsenen haben sich davor gehütet uns irgendwie da reinzureden; denn in diesem Moment waren wir "Lütten" gleichberechtigt, wir waren vollwertige Vereinsmitglieder und haben unseren Teil zum gemeinsamen Vereinswesen geleistet.

Wie bringt sich eigentlich 2009 der Bahnengolfnachwuchs in die Vereinsarbeit ein ?
__________________
"Neue Besen kehren gut - aber die Alten wissen, wo der Dreck steckt !"
Mit Zitat antworten