Wenn ein Regierungschef in einer Krisenregion Präsenz zeigt, geht es nicht darum, ob dieser oder diese tatkräftig unterstützen kann, sondern darum, ein Signal zu setzen, dass die Leute mit ihren Problemen nicht allein dastehen. Inwieweit sowas letztlich sinnvoll ist, mag dahingestellt sein, ist aber einfach überall normal und wenn eine Krisenregion dadurch stärker ins öffentliche Bewußtsein kommt, ist das letztlich der Lauf der Dinge.
Zu Köhler: Seine Aussage zu möglichen Rechtfertigungen für militärische Einsätze birgt einfach genug Potential für Widerspruch. Wenn er nicht in der Lage ist, mit der daraus resultierenden Diskussion klarkommt und sich quasi wie ein beleidigtes Kind zurückzieht, verliert er einfach an Glaubwürdigkeit, auch mal völlig unabhängig davon, ob man ihm in der Sache Recht gibt, oder nicht. Er ist mit seinen Meinungsäußerungen nicht unantastbar und ein wenig dickeres Fell sollte man in der Politik schon haben, vor allen Dingen, wenn man Wert darauf, seine Statements auch wirklich machen zu dürfen.
vgl.
http://www.sueddeutsche.de/politik/b...horst-1.952519