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Zitat von wate
Anstelle der Zwangsverhaftung für jeden Neuankömmling sollten zwei Tage in der Woche plakatiert werden, wo die Möglichkeit angeboten wird, Hilfestellung zu leisten. Auf freiwilliger Basis. Und die Leute, die dann kommen und fragen, die sind auch möglicherweise für unseren Sport zu gewinnen.
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Stimmt. - Und für andere lohnt ab und zu die Frage, inwiefern Minigolf noch ein Erlebnis ist. Das hat auch, aber nicht nur mit der Optik der Anlage zu tun. Soziologen wie Gerhard Schulze beschreiben die Gesellschaft heute als "Erlebnisgesellschaft". Der Begriff meint etwas vereinfacht eine Gesellschaft, in der der Einzelne sehr egoistisch auf das Erreichen von möglichst viel Genuss konzentriert ist. Für viele, die als organisierte Gruppe gemeinsam unterwegs sind, funktioniert das Erlebnis Minigolf immer noch gut. Allerdings oft nur dann, wenn Anleitung oder Aufsicht gegeben sind. Manchmal funktioniert's so gut, dass man da häufiger hingeht, weil man sozusagen auf den Geschmack gekommen ist. Ein aktuelles Beispiel:
http://www.cellesche-zeitung.de/S260...rzlichtviertel - Die Frage also, wie schaffen Anlagenbetreiber und Vereine Angebote für vergleichbar nachhaltige Erlebnisse? Wissen überhaupt die anderen Vereinen in der Gegend, dass der Minigolfplatz ein Event für die jeweilige Gemeinschaft ist, z.B. die Fußball-C-Jugend, die dort ihren Saisonabschluss feiert, den Kolpingverein, der einen Ausflug unternimmt, die Autohändler von VW und BMW, die dort Mini-gegen-Golf spielen und womöglich durch eine Produktpräsentation die Kasse des Vereins/des Anlagenbetreibers auffüllen? Wir haben als Gemeinschaftsaktion vor einiger Zeit andere Beispiele zusammengefasst:
http://minigolfsport.de/aktuelles/aktuelles488_01.pdf Die Beispiele sind keineswegs vollständig, sondern dokumentieren systematisch "nur" das, was via Internet oder auf anderem Wege zur Kenntnis gelangte und offensichtlich einmal oder meist mehrfach als Erlebnis für viele funktioniert hat. Und das alles ohne dass sich die Teilnehmer sportlich verkleidet haben, dafür mit einem gastronomischen Angebot, das zum Verweilen einlädt (was selbst auf Fußballplätzen in der Provinz höchst selten in akzeptabler Qualität vorhanden ist).